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Auf geht’s zum nachhaltig gefüllten Kleiderschrank!

06.03.2018

Pressemitteilung

Inter­na­tio­naler Verband der Natur­tex­til­wirt­schaft e.V.

www.naturkaufhaus.de - 2017

Der Inter­na­tio­nale Verband der Natur­tex­til­wirt­schaft IVN hat Tipps für den Einkauf ecofairer Fashion sowie den ressour­cen­scho­nenden Umgang mit Mode zusam­men­ge­stellt.

Keine Frage: Die Modebranche bewegt sich in die richtige Richtung. Immer mehr Unter­nehmen setzen auf eine ökolo­gi­sche und faire Produk­tion. Nachhal­tig­keit sollte jedoch zur Selbst­ver­ständ­lich­keit werden, und dieses Ziel ist bei weitem nicht erreicht. Noch immer werden in so manchem Winkel der Welt giftige Chemi­ka­lien einge­setzt und vielen Textil­ar­bei­tern und ‑arbei­te­rinnen Löhne gezahlt, die kaum zum Überleben reichen. Auch der insge­samt hohe Ressour­cen­ver­brauch kann nicht Maß der Dinge sein. Jeder Konsu­ment hat es in der Hand, Zeichen zu setzen – zum Beispiel, indem er beim Shopping auf die richtigen Zeichen achtet:

Siegel senden Signale

Textil-Siegel geben nachhal­tige Mode zu erkennen. Die Website www.siegelklarheit.de zum Beispiel, eine Initia­tive der Bundes­re­gie­rung, zeigt an, welche Siegel beson­ders hohe Anfor­de­rungen in punkto Nachhal­tig­keit und Glaub­wür­dig­keit erfüllen. Darunter sind die Label „GOTS“ (Global Organic Textile Standard) oder „Natur­textil IVN zerti­fi­ziert BEST“. Im Leder­seg­ment (also auch für Schuhe und Taschen) sichert „Natur­leder IVN zerti­fi­ziert“ die Einhal­tung hoher Krite­rien zu.

Wer sucht, der findet

Wenn kein Siegel am Produkt ist, ist dies aber noch kein K.-o.-Kriterium. Manche, insbe­son­dere kleine Marken, erfüllen hohe Anfor­de­rungen, verzichten jedoch auf die mit Kosten verbun­dene Zerti­fi­zie­rung. Das bewusste Shoppen macht das natür­lich nicht gerade leichter. Hier geht auf Nummer Sicher, wer in spezia­li­sierten Concept Stores bezie­hungs­weise im quali­fi­zierten Fachhandel kauft und sich beraten lässt.
Das Angebot an ecofairer Fashion wächst, sowohl, was die Zahl der Produkte, Marken als auch Händler angeht. Listen spezia­li­sierter Läden, sowohl stationär als auch online, sind u.a. unter www.getchanged.net zu finden. Selbst bei Textil­dis­coun­tern wird immer öfter Aktions­ware angeboten, die die o.g. Standards erfüllt. Es sind jedoch die Concept Stores, die ecofaire Mode mit der höchsten Konse­quenz umsetzen und ihr gesamtes Sorti­ment ganzjährig entspre­chend ausrichten. Wer im statio­nären Handel kauft, fördert zugleich den Erhalt leben­diger Innen­städte und vermeidet ressour­cen­träch­tige Online-Retouren.

Lieblingsstücke statt “Fast Fashion”

Auch die Lebens­dauer eines Produkts bestimmt seinen ökolo­gi­schen Fußab­druck. Langle­bige Lieblings­stücke sollten daher erste Wahl sein und der Konsum­rausch vermieden werden. Jeder Konsu­ment sollte sich die Frage stellen, ob er den Artikel wirklich braucht oder unbedingt haben will. Laut einer Green­peace-Erhebung werden von den 5,2 Milli­arden Kleidungs­stü­cken in unseren Schränken 40 Prozent sehr selten oder nie getragen. Das muss nicht sein. Man benötigt keine 30 T‑Shirts und zehn Paar Jeans, auch muss man nicht jeden Trend mitgehen.

Ecofaire Brands kaufen!

Ecofair agierende Marken verfolgen meist nicht nur einen hohen Qualitäts‑, sondern auch zeitlos modischen Design­an­spruch. Diese Fashion verdient Fans! Fans, die die Mode zudem schonend pflegen, sie also nur waschen, wenn es wirklich nötig und die Maschine voll ist. Normal verschmutzte Alltags­klei­dung wird übrigens schon bei 30° C sauber, und Bio-Wasch­mittel belasten das Abwasser nicht mit Chemi­ka­lien.

Repair, reuse, recycle

Wegwerfen war einmal. Zum Glück gewinnen alte Tugenden neue Sexyness. Landauf, landab eröffnen Repair-Cafés. Auch immer mehr Händler sowie Marken bieten entspre­chende Services an – von Reparatur bis Rücknahme, um aus alter wieder neue Kleidung zu kreieren. Second-Hand-Shops, Kleider­tausch­börsen und ‑flohmärkte florieren und sind ebenfalls gute Wege, das Leben von Texti­lien möglichst lange zu verlän­gern.

Abdruck honorar­frei.

Bildquellen:
Natur­kauf­haus Body and Nature

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